Der Darß - Land zwischen Himmel und Wind ...

Etwa 50 km nordöstlich von Rostock, zwischen Ostsee und Bodden, zwischen Fischland und Zingst, liegt der Darß, ein „Urwald“ aus Buchen, Erlen und Fichten, unterbrochen von Heideflächen und gut erschlossen durch Rad-, Reit- und Wanderwege.

Wahrzeichen des urwüchsigen Weststrandes sind Windflüchter, vom Sturm gezeichnete Kiefern direkt am kilometerlangen Sandsaum.

Die Boddenseite des Darßer Waldes gibt sich sanfter, schilfumsäumt. Im Wald selber herrscht Ruhe, auch bei Wind, der am Strand und auf den Deichen teils kräftig bläst.

Im Herbst lässt sich der herrliche Vogelzug der Kraniche und Wildgänse beobachten, die auf dem Weg in ihre Winterquartiere zu tausenden in den flachen Boddengebieten Rast machen.

Holde-Barbara Ulrich schwärmt in „Land zwischen Himmel und Wind“:
„Der Darß ist eine Wiege, in der der Urwald träumt.... der Darß ist eine ins Meer gewachsene Insel aus Bäumen.... der Darß ist ein Land zwischen Himmeln und Wind.... als sei er fortgeschwommen vom pommerschen Festland, um im Schutze des Meeres seine Schönheit zu bewahren. Vielleicht ist es dieses stete Fliehen, dieses Driften ins Unbegrenzte, das einem hier so stark das Gefühl des Unwiederbringlichen gibt. Der Darß hat die Weite des Meeres und die flüsternde Stille des Waldes. Er reicht in die Tiefen des Himmels und wiegt sich in der Melancholie des Windes. Er weitet sich flach in die moorigen Wiesen und ist aufgehoben in der Geborgenheit seiner Dörfer.“